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Pressemitteilungen

Kampf um lebensrettende Diagnostik in Deutschland entfacht
Deutsche Forscher wenden sich erstmals persönlich an Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister


Nach 14 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung ist den Wissenschaftlern unseres Hauses ein epochaler Durchbruch in der Medizin gelungen. Anhand eines Protein-Codes, gewonnen aus wenigen Milliliter Urin, können sie erkennen, ob im Körper eine Krankheit am Entstehen ist und wie sie sich entwickeln wird. Dies bedeutet Hoffnung für Tausende Nierenkranke, Herz- und Krebspatienten. Doch obwohl diese Diagnostik anwendungsreif und bereits am Markt ist, wird sie von den zuständigen Institutionen in Deutschland nicht für die gesetzlich Krankenversicherten zugelassen. Der Grund: Machtinteressen in der ärztlichen Selbstverwaltung und eine starke Industrie-Lobby, die an kranken Patienten mehr verdient.
Da den Patienten in Deutschland immer mehr Gesundheits-Innovationen verwehrt und verschwiegen werden, gehen wir als Forschungsunternehmen erstmals einen ungewöhnlichen Weg. Wir haben das Problem beim Bundesgesundheitsminister und der Kanzlerin persönlich benannt und um einen aktiven Eingriff der Politik in die verkrusteten Strukturen der Institutionen gebeten.


Worum es medizinisch geht
Jahrzehntelang wurde Forschung immer nur rund um genetische Strukturen betrieben. Die Gene des Körpers sind jedoch statisch. Längst wurde erkannt: Krankheiten entstehen auf molekularer Ebene. Noch ehe man Symptome von Erkrankungen merkt, messen, im Blut oder in bildgebenden Verfahren (CT/MRT) sehen kann, fangen die Eiweißmoleküle (Proteine) im Körper an, sich zu verändern. Und bereits diese Veränderungen können wir aus isolierten Eiweißen im Urin nachweisen. Unsere Wissenschaftler haben dafür auf Grundlage der Proteomanalyse den sogenannten DiaPat-Test entwickelt.
Beispiel 1: Diabetische Nephropathie. Diese entzündliche Nierenerkrankung wird derzeit erst erkannt, wenn bereits über 50 Prozent der Niere zerstört sind. Dadurch müssen viele Betroffene später an die Dialyse und versterben früher. Mit der neuen Diagnostik aus dem Urin, könnten die Nieren erhalten bleiben. Beispiel 2: Gallengangskrebs. Derzeit wird dieser so spät erkannt, dass die Patienten trotz Therapie nur noch 6-12 Monate leben. Durch den Einsatz der Urin-Proteom-Analyse ist es möglich ohne einen invasiven Eingriff zuverlässig zwischen Karzinom und Entzündung zu differenzieren. Beispiel 3: Herz-Kreislauferkrankungen. Mit dem DiaPat-Test können Herzinfarkte bis zu fünf Jahre im Voraus erkannt werden.


Worum es wissenschaftlich geht
Um auf den Markt zu kommen, müssen neue Diagnostika, aber auch Medikamente und Therapien durch internationale wissenschaftliche Gremien bereits zugelassen sein. Dies geschieht nur nach
vielen Studien und Erprobungen. Um dann als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen eingestuft zu werden, muss in Deutschland zusätzlich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) grünes Licht geben. Meist beauftragt dieser das ihm angegliederte Institut IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) mit einer Prüfung der Verfahren. Das Institut verfasst dann einen Abschlussbericht und gibt eine Empfehlung. Dieser folgt der G-BA meist. In den letzten Jahren ist auffällig, dass das IQWiG fast nur ablehnende Empfehlungen gibt. Als Grund werden meist „nicht ausreichende Studien“ und „keine zu findende vergleichende Literatur“ angegeben. Wissenschaftler und Ärzte sind darüber verzweifelt. Eine vergleichende Literatur kann es oft gar nicht geben, weil die Verfahren ja eben völlig neu sind und nicht mit der Basis alter Verfahren verglichen werden können. Studien liegen fast immer zuhauf vor, jedoch können es nicht immer „Studien auf den Endpunkt“ (sog. RCT) sein. Es ist beispielsweise nicht möglich über 25 Jahre nierenkranke Menschen in zwei Studien-Gruppen zu haben. Um die Überlegenheit der Proteomanalyse zu zeigen, dürfte die eine Gruppe dann nämlich nicht nur den frühzeitigen Test verwehrt bekommen, sondern müsste gleichzeitig unbehandelt bleiben, um zu zeigen „wie viel schneller der Patient bei später Erkennung verstirbt“. Für solche Studien gibt es kein Votum einer Ethik-Kommission.


Worum es politisch geht
Die Gründe, warum in Deutschland die Zulassung neuer Verfahren für Kassenpatienten nicht klappt, sind jedoch noch ganz andere. Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Alle diese Player werden von den Beiträgen der Patienten bezahlt. Die Patienten selbst haben jedoch kein Mitspracherecht in diesem Gremium. Das Bundesverfassungsgericht hat die Legitimation des G-BA deshalb bereits schon einmal massiv in Frage gestellt. Aus verschiedensten Interessenslagen heraus erfolgt im G-BA eine willkürliche Rechtsanwendung. Dies führt dazu, dass immer weniger Innovationen aus Deutschland auch bei den deutschen Kassenpatienten zur Anwendung kommen. Seit Abweisung des DiaPat-Tests sind zum Beispiel 600.000 Patienten mehr von der fortgeschrittenen Nierenfunktionsstörung betroffen. Der drohende Nierenfunktionsverlust ist nicht mehr zu vermeiden. Den Betroffenen werden ihre Rechte auf körperliche Unversehrtheit nach Artikel 2 des Grundgesetzes vorenthalten. Weg vom rechtswidrigen Verhalten der Ausschussmitglieder des G-BA kann nur der Deutsche Bundestag eine so weitreichende Entscheidung des Verzichtes auf Innovation durch frühe, lebenserhaltende Erkennung von chronischen Erkrankungen treffen.


Wir haben in Deutschland ein Anreizsystem der Entgeltung von medizinischen Dienstleistungen, das vor allem Operationen, Dialyse, Biopsien usw. mit attraktiven Honoraren ausstattet. Die Innovationen der nicht invasiven, molekularen Krankheitserkennung stellen nun das etablierte Entgeltungssystem infrage und stoßen deshalb auf massiven Widerstand. Dialyseverbände, Industrie-Lobby, einzelne Oligopole sind durch große Klinik- und MVZ-Ketten selbst in den G-BA-Mitgliedern vertreten. Die gewollten Behinderungen von Innovationen stehen konträr zu den Gesundheits- Interessen der Patienten.


Damit nicht weiterhin Patienten durch eine zu späte oder vermeidbare falsche Therapie ums Leben kommen bzw. Organverluste erleiden, haben wir nun Kanzleramt und Bundesgesundheitsminister eingeschaltet und diesen aufgefordert, seine Rechtsaufsicht wahrzunehmen.

Erstellt 18/03/2016 von Redakteuer
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