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Pressemitteilung

Tumore der Gallenwege erstmals frühzeitig erkennbar

Die Früherkennung bösartiger Erkrankungen der Gallenwege wird insbesondere durch chronisch-entzündliche Veränderungen der Gallenwege erschwert, die der Entwicklung des Gallengangs­karzinoms vorausgehen. Für eine wirksame Therapie der Patienten ist es dann oft zu spät. Die Protein-Analyse, ursprünglich durch Prof. Harald Mischak von mosaiques diagnostics GmbH entwickelt, wurde nun erstmalig in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover zum Nachweis charakteristischer Eiweißmuster im Gallensekret eingesetzt. Damit steht erstmals ein Test zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen der Gallenwege zur Verfügung, der zur Früherkennung eingesetzt werden kann. Ergebnisse einer klinischen Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover haben gezeigt, dass die Protein-Analyse mit hoher Genauigkeit Gallen­wegs­karzinome von chronisch-entzündlichen Gallenwegserkrankungen unterscheidet (Spezifität 78%) und damit wesentlich zuverlässiger ist, als alle derzeit verfügbaren Untersuchungsverfahren. Seine hohe Empfindlichkeit (Sensitivität 84%) prädestiniert den Test zudem für die Früherkennung. Insgesamt konnten durch die Protein-Analyse des Gallensekretes 21 von 25 Patienten mit Gallenwegskarzinom erkannt werden (87%). "Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Test 8 von 10 Patienten richtig erkannte, die auf dem Boden einer chronisch-entzündlichen Gallenwegserkrankung ein Gallenwegskarzinom entwickelt hatten. Die Protein-Analyse im Gallensekret könnte der diagnostische Standard der Zukunft werden, um bösartige Tumore der Gallenwege rechtzeitig zu erkennen und von gutartigen vor allem chronisch-entzündlichen Erkrankungen zu unterscheiden. Das wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einer effizienteren Behandlungsstrategie für die verschiedenen Gallenwegs­erkrankungen", so Prof. Dr. M. P. Manns, Direktor der Klinik für Gastro­enterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Wesentliche Erkenntnisse der Protein-Analyse wurden im Rahmen des EU-geförderten Projekts GENINCA entwickelt, in dem mosaiques diagnostics GmbH als Partner beteiligt ist.

 

Referenz

Lankisch T.O. and Metzger J. et al.: Bile proteomic profiles differentiates cholangiocarcinoma from primary sclerosing cholangitis and choledocholithiasis. Hepatology 2011, Epub ahead of print. DOI: 10.1002/hep.24103

 

 Über mosaiques diagnostics GmbH

Als führendes Biotech-Unternehmen im Bereich der klinischen Protein-Analytik im Urin (UPA) ist mosaiques diagnostics anerkannter Kooperationspartner renommierter Univer­si­täts­kliniken in aller Welt. Der UPA-Test ist Gegenstand von über 40 multizentrischen Studien, darunter mehreren EU-Konsortien. In wenigen Jahren sind dazu über 100 Publikationen in hochrangigen, internationalen Fachzeitschriften erschienen. Die Tests von mosaiques diagnostics eignen sich insbesondere für die Früherkennung von chronischen Nierenerkrankungen (CKD), wie die Diabetische Nephropathie (DN), sowie für die Koronare Herzkrankheit (KHK) bzw. die Atherosklerose (AVK). Damit ist die Protein-Analyse prädestiniert, um evidenzbasierte, personalisierte Behand-lungskonzepte bei Patienten mit Diabetes mellitus wirksam umzusetzen. Weitere Tests zur Früherkennung von Nierenbecken-Abgangsstenosen bei Neugeborenen (UPJO), Blasen- und Prostatakrebs sowie akuter Graft-versus-Host Disease (GvHD) bei allogener Stammzelltransplantation (SCT) sind ebenfalls bereits verfügbar.  

 

 Über GENINCA

Das Ziel von GENINCA (GEnomic INstability and genomic alterations in pre-Cancerous lesions and/or CAncer) ist es, neue Diagnose- und Behandlungsmethoden für Leber- und Darmkrebs zu finden. Dafür setzt das GENINCA Team, bestehend aus international erfolgreichen Biologen, Medizinern und Biotech-Firmen, auf die systematische Untersuchung von Probenmaterial von Krebspatienten mit hochmodernen Analysemethoden.

GENINCA wird von der Europäischen Kommission (EC) mit rund 3 Millionen Euro gefördert.

 

 

Erstellt 07/01/2011 von Admin
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