Lesen Sie mehr
Lesen Sie mehr
Lesen Sie mehr

Pressemitteilung

"Yes, we can"

Prostatakrebs mit einer Sensitivität von 91% alleinig aus Urin, schmerzfrei und risikolos erkennen!

Mit einer geblindeten, multizentrischen Studie, in der 534 Patientenproben gemessen wurden, sind herausragende Ergebnisse dokumentiert. Geblindet heißt, es wurden Proben eingeschickt, von denen nur die einschickenden Ärzte wussten, um welchen Patienten es sich handelt, ob er krank ist und welche Krankheit er hat.

Erst nach der Analyse und der klaren Definition durch DiaPat nahmen die beteiligten Ärzte die Überprüfung der Richtigkeit vor. Dabei kam dieses herausragende Ergebnis zustande. Die hohe Anzahl der geblindeten Proben von 264 ermöglicht eine eindeutige statistisch signifikante Aussage, die eine Anwendung des Tests vor invasiven Eingriffen erforderlich macht. Der DiaPat-Urin-Test hat damit seine herausragende Stellung zur Krankheitsdefinition auch beim Prostatakrebs nachdrücklich unter Beweis gestellt und zeigt erneut die hohe Zuverlässigkeit im Vergleich zu Methoden wie der Prostatabiopsie.

Die Studie wurde in "PROTEOMICS – Clinical Applications" veröffentlicht. In einer weiteren prospektiven, geblindeten Anwenderstudie gemeinsam mit mehreren niedergelassenen Ärzten konnten die Daten der Theodorescu - Studie an mehr als 100 Patienten mit einer Sensitivität von ca. 88% bestätigt werden. Für eine Validierung des DiaPat-PC Tests werden regelmäßige Anwenderstudien durchgeführt.

"Yes, we can!"

Stellungnahme zur Studie, die von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Auftrag gegeben und von Prof. Dr. Semjonow u. a. erstellt wurde.

Titel: "DiaPat-Prostatakarzinom-Urintest"

Kurze Zusammenfassung:

  • Die Semjonow-Arbeit ist ein Gefälligkeitsgutachten mit willkürlicher Probenauswahl
  • Sie hat gegen alle wesentlichen Kriterien der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit verstoßen
  • Die zugrunde gelegte Population ist zu gering – von den angegebenen 18 Proben wurden nur 13 eingeschickt, nur 11 waren tatsächlich auswertbar.
  • Das wissenschaftliche Vorgehen ist fragwürdig. Die "Studie" wurde in dem hauseigenen Magazin der DGU veröffentlicht. Das Ergebnis konnte nach Wunsch beeinflusst werden.
  • Es liegen keine Genehmigung und kein Antrag gegenüber der Ethik- Kommission vor, in dem die Sinn- und Zweckhaftigkeit der Untersuchung beschrieben wurde.
  • In der Untersuchung fehlt die notwendige Erklärung eines "Conflict of interest" – Prof. Semjonow entwickelt bei einer Konkurrenzfirma (Epigenomics), ebenso wie Prof. Müller, einen eigenen Test auf Prostatakrebs
  • Es liegt kein Studiendesign vor – das Ergebnis ist nicht nachvollziehbar und die Ergebnisfindung willkürlich.
  • Der Status-Quo der Forschung zum Test wird nicht dargestellt.
  • Die Proben wurden nicht gemäß den Vorgaben gelagert
  1. Grundlegendes zur Semjonow-Untersuchung:
    Die Art und Weise, wie die Untersuchung von Herrn Semjonow publiziert wurde, entspricht nicht den wissenschaftlichen Gepflogenheiten. Diese Arbeit kann nicht als Studie bezeichnet werden, sie ist ein Gefälligkeitsgutachten mit willkürlicher Probenauswahl. Die Verfasser der Arbeit hätten mosaiques die Ergebnisse vor einer Veröffentlichung zur Kommentierung vorlegen müssen. Die wissenschaftlichen Studienkriterien folgen einem strengen, über viele Jahrzehnte fest gefügten, kulturhistorisch gepflegten Ritual, um eine geordnete wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu dokumentieren. Gegen alle wesentlichen Kriterien dieser Regeln hat die Semjonow-Arbeit verstoßen. Hinzu kommt, dass der Autor nachweislich bei der Entwicklung eines alternativen Testverfahrens für ein Konkurrenzunternehmen (Epigenomics) tätig ist und die notwendige Neutralität somit stark bezweifelt werden muss. (s. "Discovery and Validation of 3 Novel DNA Methylation Markers of Prostate Cancer Prognosis", The Journal Of Urology, 2007)

    Nach der Prüfung der Semjonow-Arbeit kommen wir zu folgendem Ergebnis:

    Zu geringe Population:
    Von den angegebenen 18 Proben sind von den Verfassern nur 13 eingeschickt worden. Die von Herrn Semjonow angegebenen anderen Proben können somit von den Verfassern nicht eingereicht worden sein! Angesichts der geringen Population von nur 13 Proben (und nur 11 tatsächlich Auswertbaren) fehlt jede statistische Signifikanz. Eine wissenschaftlich fundierte Aussage ist auf dieser Grundlage, aber auch bei den behaupteten 18 Proben, nicht möglich.
    Erstaunlich ist, dass sich zwar neben Herrn Semjonow noch sieben weitere Ärzte an der Arbeit beteiligten, es aber nur zu einer so kleinen irrelevanten Population kommen konnte. Außerdem liegt kein Probenprotokoll vor, aus dem eindeutig hervorgeht, dass von Beginn bis zum Ende der Untersuchung nur diese Proben untersucht wurden.


Fragwürdiges wissenschaftliches Vorgehen:

  1. Es ist aus der Sicht von mosaiques höchst fraglich und verstößt gegen die vorgesehenen, kritischen Prüfungen durch einen Review-Prozess eines seriösen Wissenschaftsjournals, dass der Auftraggeber der Arbeit, die Gesellschaft für Urologie, im eigenen Hausjournal, dem Urologen, die fragwürdigen Ergebnisse publiziert. Pikanterweise ist Prof. Hertle, der Chef von Prof. Semjonow, auch der Schriftleiter dieses Journals. Wir bezweifeln, dass es angesichts dieser Konstellation zu einer eigentlich üblichen unabhängigen Begutachtung der Arbeit gekommen ist.
    Die behaupteten gemessenen Proben sind vollumfänglich den benannten Autoren nicht zuordenbar. Hierdurch wird das Ergebnis signifikant verfälscht. Von den 18 Proben haben die Verfasser nur 13 zur Analyse eingesandt. Von den 5 mit Krebs behafteten Proben hat DiaPat 4 erkannt. Weitere behauptete 5 Proben sind von den Verfassern nicht eingereicht worden und können deshalb nicht zugeordnet werden.

    In den Zeitraum der "Semjonow-Studie" haben die Mitautoren und Mitverfasser dieser Studie, Prof. Dr. Oberpenning, Bocholt, und Prof. Dr. Roth, Wuppertal, einen weiteren DiaPat-Test auf Prostatakrebs eingereicht, aber in der Studie nicht erwähnt. Offenkundig passte das Ergebnis nicht ins Konzept, dies zeigt die Willkürlichkeit der Studiendurchführung! Die anderen Proben sind uns unbekannt. Wegen datenschutzrechtlichen und anderen gesetzlichen Vorschriften sind uns weitere Nachforschungen und Angaben verwehrt. Ebenso wie die konkrete Krankengeschichte der Fälle, die auch Auswirkungen auf das Ergebnis haben können, wie beispielsweise das Vorliegen anderer Krankheiten.
    Offenkundig haben die Verfasser der Arbeit immer die Herrschaft über das drohende Ergebnis gehabt und konnten willkürlich den einen oder anderen Arzt hinzunehmen oder weglassen, die Probenanzahl erweitern oder reduzieren oder die "Studie" zeitlich verkürzen oder ausdehnen. Das "Ergebnis" lag so wunschgemäß jederzeit in ihrer Hand! Diese Möglichkeit, so ist zu vermuten, sollte von vornherein bestehen, sonst wäre ein klares Studiendesign mit definitiven Einschluss- und Ausschlusskriterien und eine Aussage über die geplante Anzahl der Patienten vorhanden. Aber diese willkürliche Herrschaft über ein zu manipulierendes Ergebnis sollte für eine Gefälligkeitsstudie für die DGU gerade möglich sein. Ein Ausrufen nach Fällen, die für den Beweis herhalten sollen, dass die Diagnostik oder ein anderes medizinisches Verfahren schlecht sein soll, soll gerade durch die hohen rigiden Ansprüche, die an eine wissenschaftliche Studie gestellt werden, ausgeschlossen sein. Nur mosaiques/DiaPat hat diesen hohen Anforderungen mit der geblindeten, multizentrischen Studie über 534 Patienten entsprochen.
    Bei der Nachforschung wurde zumindest die Intention einer der Verfasser deutlich. Dieser schrieb zurück, für das Ausfüllen des Nacherhebungsbogens Geld erhalten zu wollen.
  2. Es liegen keine Genehmigung und kein Antrag gegenüber der Ethik-Kommission vor, in dem die Sinn- und Zweckhaftigkeit der Untersuchung beschrieben wurde. Hierzu hätte gehört, dass die Populationszahlen dargelegt und der klare statistisch signifikante Mehrwert und Sinn der Untersuchung beschrieben worden wäre. Eine Genehmigung durch die Ethik-Kommission wäre nicht nur deshalb nicht erfolgt, weil die Kriterien für ein Studiendesign nicht beachtet wurden, sondern auch weil Patienten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen privat zur Finanzierung der Untersuchung herangezogen wurden.
  3. In der Untersuchung fehlt die notwendige Erklärung eines "Conflict of interest" aus dem hervorgegangen wäre, dass Herr Semjonow mit Hilfe der Technologie eines Konkurrenzunternehmens (Epigenomics) an einem Prostatatest arbeitet und ein weiterer Verfasser der Arbeit, Herr Prof. Oberpenning, vor seinem Wechsel nach Bocholt leitender Oberarzt bei Prof. Müller in Bonn war, der ebenfalls an einem Konkurrenzprodukt aus Blutplasma zum DiaPat-Test arbeitet. (s. "Noncancerous PTGS2 DNA fragments of apoptotic origin in sera of prostate cancer patients qualify as diagnostic and prognostic indicators", International Journal of Cancer, 2007)
  4. Die Untersuchung bricht ab, bevor von den Verfassern geklärt wurde, ob die Personen, die von mosaiques positiv auf Prostatakrebs getestet wurden, nicht doch an Prostatakrebs leiden, obwohl eine Biopsie negativ war. Denn bekannt ist: Eine Biopsie kann nur dann ein Karzinom erkennen, wenn die Hohlnadel es trifft. Es hätten also weitere Nachuntersuchungen vorgenommen werden müssen, um tatsächlich auszuschließen, dass nicht doch ein Prostatakarzinom vorliegt. Die Unsicherheiten der Aussagekraft der Prostatabiopsien sind hinlänglich wissenschaftlich dargestellt und liegen bei etwa 50 bis 70 Prozent Sensitivität.
  5. Die Autoren verzichten entgegen der wissenschaftlichen Praxis darauf, den Status Quo der Forschung zum Test darzustellen. Hierzu wäre es dringend notwendig gewesen, die bereits veröffentlichte, geblindete und multizentrische Studie mit 534 Proben von DiaPat/mosaiques zu zitieren und sich mit deren Ergebnissen in wissenschaftlich würdiger Form auseinander zu setzen. Falsche Lagerung der Proben:
    Das Einfrieren der Urinproben für den Transport wurde nicht gemäß den schriftlichen und bildlichen Vorgaben von mosaiques, die jedem DiaPat-Test beiliegen, vorgenommen. Durch die grob mangelhafte Einfrierung entsteht die Manipulation einer möglichen Auswertung. Dies scheint provoziert zu sein.

    Zum Verhältnis von Herrn Semjonow zu DiaPat/mosaiques:


Richtig ist: Es gab eine Zusammenarbeit mit Herrn Semjonow von 2003 bis Anfang 2006. Die Behauptung von Herrn Semjonow, er habe die Zusammenarbeit mit mosaiques beendet, ist falsch. Richtig ist vielmehr: Die Parteien haben sich zerstritten. Herrn Prof. Semjonow ist über einen Unternehmensberater an mosaiques etwa 2003 herangetreten. Die Forscher von mosaiques haben sich zunächst gegen die Krebserkennung aus Urin ausgesprochen. Herr Semjonow hat mosaiques überzeugt den Prostatatest zu entwickeln. Die finanziellen Forderungen des Unternehmensberaters, der mit Herr Semjonow eng verbunden schien, sind zurückgewiesen worden. Die Zusammenarbeit mit Herrn Semjonow gestaltet sich zunächst erfreulich und trotz vieler Hürden, wie z.B. die Erkenntnis nicht den Mittelstrahl- Urin, sondern den Anfangsstrahl verwenden zu müssen und vieles mehr. Eine gemeinsam erfolgreich abgeschlossene Pilotstudie wurde publiziert (Theodorescu et al., 2005). Diese Ergebnisse konnten noch wesentlich verbessert und in geblindeten prospektiven Untersuchungen auch validiert werden. Auf diese erfreulichen Ergebnisse hin und den weiteren guten Ergebnissen im Fortgang der weiteren Studien hat sich DiaPat entschlossen, eine Vermarktung anzustreben. Herr Prof. Semjonow hat sich in die Formulierung des Verkaufsprospektes intensiv eingebracht und wollte den Urintest nach dem PSA-Test und nach der Erstbiopsie platziert wissen. Bekanntlich verursacht der PSA-Test mit 70% falschen positiven Ergebnissen eine äußerst hohe Anzahl an sogenannten "unnötigen" Biopsien. Allein um weitere Biopsien nach der ergebnislosen Erstbiopsie zu vermeiden, wollte Herr Semjonow den Urintest einsetzen. Hierüber und über finanzielle Beteiligungen geriet Herr Semjonow mit Herr Conrads in Streit. Herr Conrads vertrat die Ansicht, dass wenn der Test einsetzbar ist, er als nicht invasiver Test vor der Biopsie zu erfolgen habe. Entzündungen und die Metastasierung des Tumors aber auch Mutationen, die zu einer aggressiveren Form des Krebses führen können, müssen weitgehend ausgeschlossen sein. Diesen Anforderungen entspricht DiaPat!
Aus bis heute nicht nachvollziehbaren Gründen war die Qualität der Proben, die in weiterer Folge von Herrn Prof. Semjonow zur Verfügung gestellt wurden, nicht mehr vergleichbar mit den ursprünglichen Proben. Auf Grund dieses Streites kam eine zunächst geplante Zusammenarbeit mit Herrn Semjonow im Rahmen eines europäischen Konsortiums (Urosysteomics) nicht zu Stande, was dazu führte, dass Herr Prof. Semjonow bzw. die Uni Münster die öffentlichen Fördermittel nicht erhalten hat. Zur gesundheitspolitischen Dimension/Diskussion mosaiques hat erfolgreich eine wissenschaftlich solide Grundlage für die klinische Proteomanalyse erarbeitet. Dies ist an Hand der mittlerweile über 70 Publikationen in führenden klinisch/wissenschaftlichen Journalen sehr gut belegt. Ebenso durch die zum Teil führende Mitarbeit bei einer Reihe von EU-geförderten internationalen Konsortien, oder die Erarbeitung von Richtlinien gemeinsam mit über 20 weiteren Wissenschaftlern (Mischak et al., 2007). Diese Informationen sind jederzeit öffentlich zugänglich, und auch in den entsprechenden Datenbanken (z.B. medline oder ISI web of science) abrufbar.

  1. mosaiques, bzw. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dr. med. habil. Harald Mischak hat die DGU häufiger gebeten in einen Diskurs einzutreten und Studien mit der Protein-Muster-Methode von DiaPat durchzuführen. Außerdem wurden 5 Vortragsvorschläge für den Urologen-Kongress 2007 eingereicht, die alle von Prof. Hertle abgelehnt wurden. Die DGU ist an einem wissenschaftlichen Austausch nicht interessiert.
  2. Der DiaPat-Test
    Die MethodeDie Analyse der im Urin enthaltenen Proteinmuster gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand des Patienten und kann einen entscheidenden Beitrag zur Erkennung von Krankheiten liefern. Seit nunmehr sechs Jahren forscht ein hoch spezialisiertes Team von Wissenschaftlern um Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.med.habil. Harald Mischak für die mosaiques diagnostics and therapeutics AG in Hannover auf diesem Feld. Inzwischen ist es dank der Analyse der Proteine/Peptide im Urin möglich, neben chronischen Nierenerkrankungen, Blasenkrebs und Prostatakrebs auch das Infarktrisiko eines Menschen zu bestimmen. Die Diagnostik zu weiteren Indikationen wie etwa Pankreaskrebs oder Morbus Alzheimer befindet sich derzeit in der Entwicklung. Zudem erlaubt es die Proteomanalyse auch, die Wirksamkeit von Medikamenten und Medikamentendosierungen zu überprüfen. Zur wissenschaftlichen Solidität 28 geblindete, multizentrische, prospektive Studien mit über 14.000 qualifizierten Patientenproben, die in rund 70 renommierten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht sind, bestätigen die Wirksamkeit und Reproduzierbarkeit der Technologie. So ist es inzwischen möglich, Blasenkrebs mit einer Sicherheit von >95 Prozent anhand einer Urinprobe nachzuweisen und mit einer Sicherheit von 80 Prozent zu erkennen, ob es sich um einen gewebeinfiltrierenden oder oberflächlichen Krebs handelt. Bei koronaren Herzerkrankungen liegt die Sensitivität bei 96 Prozent, bei chronischen Nierenerkrankungen über 92 Prozent. Diagnose von Prostatakrebs mit hoher Zuverlässigkeit möglich Die Wirksamkeit der Proteomanalyse im Hinblick auf die Diagnose von Prostatakrebs ist von zahlreichen Wissenschaftlern bereits mehrfach bewiesen worden. Verglichen mit dem gängigen PSA-Test kann durch die Analyse der im Urin enthaltenen Proteine mit einer deutlich höheren Sicherheit erkannt werden, ob ein Patient an Prostatakrebs leidet oder nicht. So ist der auf Blut basierende PSA-Test in 70 Prozent der Fälle falsch positiv – zeigt also Krebs an, obwohl tatsächlich kein Krebs vorhanden ist. Die Folge eines falsch positiven Tests ist die Biopsie – eine mit Risiken verbundene schmerzhafte Entnahme von Gewebe, die noch dazu in 35 Prozent der Fälle erfolglos ist, weil die Nadeln am Krebs vorbei stechen.


Aktuelle Prostata-Studie
In einer neuen, umfangreichen Studie, die gerade im April 2008 in der Fachzeitschrift "PROTEOMICS Clinical Applications" erschienen ist, zeigt ein multizentrisches Team um Dan Theodorescu (University of Virginia) nun erneut auf, dass die auf Basis der Proteomanalyse gewonnenen Informationen eine deutlich zuverlässigere Diagnose ermöglichen. Es gelang dem Wissenschaftlerteam dabei, durch geblindete multizentrische Studien mit 534 Patienten ein Panel aus 12 neuen Biomarkern zu extrahieren. Bestätigt hat sich dabei die Annahme, dass der Erststrahl für die Diagnose von besonderer Bedeutung ist. Denn die Prostata gibt ein Sekret in den Harnleiter ab, in dem die Hinweise auf Prostatakrebs als Proteine enthalten sind und vom Urin aus dem Körper geschwemmt wird. Werden diese Biomarker mit dem freien PSA-Wert und dem Alter des Patienten kombiniert, ergibt sich daraus eine Sensitivität von 91 Prozent (bei einer Spezifität von 69%). Die Spezifität richtet sich wiederum nach dem "Goldstandard Biopsie", der von DiaPat erkannte Krebs bestätigt sich erst nach der Zweitbiopsie und verbessert das Ergebnis von DiaPat signifikant. "DISCOVERY AND VALIDATION OF URINARY BIOMARKERS FOR PROSTATE CANCER" (PROTEOMICS Clinical Applications)

Ergebnisse der Prostata – Studie
Patientenanzahl 534
Sensitivität 91 %
Spezifität 69 %
Polypeptid Anzahl für Spezifisches Protein-Muster
Erkrankung Prostata - Krebs

Autoren: Dan Theodorescu1,2,3*, Eric Schiffer4*, Hartwig W. Bauer5, Friedrich Douwes6, Frank Eichhorn7, Reinhard Polley8, Thomas Schmidt9, Wolfgang Schöfer10, Petra Zürbig4, David M. Good11, Joshua J. Coon11,12, and Harald Mischak4#

Institute: 1 Department of Urology, University of Virginia, Charlottesville, USA 2 Mellon Prostate Cancer Institute, University of Virginia, Charlottesville, USA 3 Department of Molecular Physiology, University of Virginia, Charlottesville, USA 4 Mosaiques Diagnostics and Therapeutics AG, Hannover, Germany 5 Ludwig-Maximilian-University Munich, Munich, Germany 6 St. George Hospital Bad Aibling, Bad Aibling, Germany 7 Urological Office, Bad Reichenhall, Germany 8 Urological Office Urologie am Aegi, Hannover, Germany 9 Urological Office, Brackenheim, Germany 10 Urological Office, Höchstadt, Germany 11 Departments of Chemistry and 12 Biomolecular Chemistry, University of Wisconsin-Madison, Madison, USA

Anwender Studie

In einer weiteren prospektiven, geblindeten Anwenderstudie gemeinsam mit mehreren niedergelassenen Ärzten konnten die Daten der ursprünglichen Studie an weit über 100 Patienten bestätigt werden. Von 135 mit dem DiaPat-PC Test untersuchten Patienten konnten 46 (88%) von 52 Prostatakarzinome richtig erkannt werden.

Reference List

Decramer S, Wittke S, Mischak H, Zurbig P, Walden M, Bouissou F, Bascands JL, and Schanstra JP. 2006. Predicting the clinical outcome of congenital unilateral ureteropelvic junction obstruction in newborn by urinary proteome analysis. Nat. Med. 12: 398-400. Fliser D, Novak J, Thongboonkerd V, Argiles A, Jankowski V, Girolami M, Jankowski J, and Mischak H. 2007. Advances in urinary proteome analysis and biomarker discovery. J Am Soc Nephrol. 18: 1057-1071. Mischak H, Apweiler R, Banks RE, Conaway M, Coon JJ, Dominizak A, Ehrich JH, Fliser D, Girolami M, Hermjakob H, Hochstrasser DF, Jankowski V, Julian BA, Kolch W, Massy Z, Neususs C, Novak J, Peter K, Rossing K, Schanstra JP, Semmes OJ, Theodorescu D, Thongboonkerd V, Weissinger EM, Van Eyk JE,and Yamamoto T. 2007. Clinical Proteomics: a need to define the field and to begin to set adequate standards.Proteomics Clin. Appl. 1: 148-156.

Rossing K, Mischak H, Dakna M, Zurbig P, Novak J, Julian BA, Good DM, Coon JJ, Tarnow L, and Rossing P. 2008. Proteomic discovery and validation of urinary biomarkers for diabetes and chronis renal disease. J Am Soc Nephrol. 2008 Jul;19(7):1283-90. doi: 10.1681/ASN.2007091025. Epub 2008 Apr 30.

Shinghal R and Terris MK. 1999. Limitations of transperineal ultrasound-guided prostate biopsies. Urology 54: 706-708.

Terris MK. 1999. Sensitivity and specificity of sextant biopsies in the detection of prostate cancer: preliminary report. Urology 54: 486-489.

Theodorescu D, Fliser D, Wittke S, Mischak H, Krebs R, Walden M, Ross M, Eltze E, Bettendorf O, Wulfing C, and Semjonow A. 2005. Pilot study of capillary electrophoresis coupled to mass spectrometry as a tool to define potential prostate cancer biomarkers in urine. Electrophoresis 26: 2797-2808.

Theodorescu D, Schiffer E, Bauer HW, Douwes F, Eichhorn F, Polley R, Schmidt T, Schofer W, Zuerbig P, Good DM, Coon JJ, and Mischak H. 2008. Discovery and validation of urinary biomarkers for prostate cancer. Proteomics Clin. Appl. 2: 556-570.

Theodorescu D, Wittke S, Ross MM, Walden M, Conaway M, Just I, Mischak H, and Frierson HF. 2006. Discovery and validation of new protein biomarkers for urothelial cancer: a prospective analysis. Lancet Oncol 7: 230-240.

Wefer AE, Hricak H, Vigneron DB, Coakley FV, Lu Y, Wefer J, Mueller-Lisse U, Carroll PR, and Kurhanewicz J. 2000. Sextant localization of prostate cancer: comparison of sextant biopsy, magnetic resonance imaging and magnetic resonance spectroscopic imaging with step section histology. J Urol. 164: 400- 404.

Zimmerli LU, Schiffer E, Zurbig P, Kellmann M, Mouls L, Pitt A, Coon JJ, Schmiederer RE, Mischak H, Peter K, Kolch W, Delles C, and Dominiczak AF. 2008. Urinary proteomics biomarkers in coronary artery disease. Mol Cell Proteomics 7[2], 290-298.
Ref Type: Electronic Citation

Erstellt 29/05/2008 von Redakteur
Facebook teilen Twittern   
>> Diese Seite weiter empfehlen! <<