Lesen Sie mehr
Lesen Sie mehr
Lesen Sie mehr

Presseartikel

Neue Presse: Auszeichnung der Aktion "Land der Ideen" für die DiaPat GmbH

Urin-Test soll Leid vermeiden und Kosten sparen

Ein Unternehmen aus Hannover kann Patienten schwere Leiden ersparen. Dafür gabs eine Auszeichnung der Aktion „Land der Ideen".
VON ANJA SCHMIEDEKE

HANNOVER. „Das ist die Revolution im Gesundheitswesen" Joachim Conrads, Vorstandschef der hannoverschen Mosaiques AG, hat keine Scheu vor großen Worten. Tatsächlich hat er allen Grund, stolz zu sein: Sein Biotechnologieunternehmen verfügt über die Technologie, Krankheiten im frühen Stadium zu erkennen.

Gestern gabs für das von dem früheren MHH-Professor Harald Mischak entwickelte Verfahren und seine Anwendung bei der Mosaiques-Tochter Diapat die Anerken¬nung: eine Urkunde der Aktion „Deutschland - Land der Ideen" unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.

Dabei basiert der medizinische Durchbruch ausgerechnet auf Urin. „Man weiß seit langem, dass die Eiweiße im Urin Auskunft über Krankheiten geben", erklärt Mischak, Geschäftsführer von Mosaiques. Der Wissenschaftler hat aber als Einziger eine Technologie entwickelt, die aus einer Urinprobe 6000 Proteine herausfiltert und ihren Zustand analysiert. Damit lässt sich voraussagen, ob ein Patient an einer bestimmten Krankheit leidet oder leiden wird.

Bislang sind Prognosen zu Blasenkrebs, Nierenversagen bei Diabetes, Herzinfarktrisiko oder auch Prostatakrebs möglich. Nach Angaben von Mischak liegt die Zuverlässigkeit bei chronischem Nierenversagen bei 98 Prozent. Von den gesetzlichen Krankenkassen wird der Test (Kosten 443 Euro) bislang aber nur in Ausnahmefällen bezahlt. Doch das ändert sich vielleicht, wenn immer mehr Krankheiten bestimmt werden können. Theoretisch sei alles im Urin nachweisbar, meint Mischak: „Systemische Grenzen sehe ich nicht."

Auch die Anwendung ist vielfältig: So kann mit den Urin-Tests die Wirkung von Therapien geprüft werden und schon die Arzneiforschung effektiver werden. Darauf ist sogar die US-Arzneimittelbehörde FDA aufmerksam geworden, die die hannoversche Methode in den frühen Studien einsetzen will.

 

Erstellt 18/02/2009 von Redakteur
Facebook teilen Twittern   
>> Diese Seite weiter empfehlen! <<