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Pressemitteilung

Aufwändige Untersuchungen für dreijährige Leukämie-Patientin gespendet

Hannover. Der private Investor Joachim Conrads ermöglicht für die dreijährige Leukämie-Patientin Dari die Anwendung neuer Untersuchungsmethoden. Mit diesen lassen sich die Heilungschancen bei der Behandlung des Blutkrebses deutlich verbessern: Das hannoversche Unternehmen DiaPat wird für Dari zehn Analysen der Eiweißzusammensetzung des Urins, so genannte Diapats, erstellen. Damit lässt sich herausfinden, ob Dari die Behandlung ihrer Leukämie mit Stammzellen verträgt.

Leukämien werden heute vor allem mit der Knochenmarkstransplantation behandelt: Familienmitglieder oder andere Menschen, die die geeigneten Gewebemerkmale aufweisen, müssen Stammzellen spenden. Sie werden dem Patienten implantiert. Die Zellen siedeln sich im Knochenmark an und wandeln sich dort zu blutbildenden Zellen um. Auch die kleine Dari hat an der Medizinischen Hochschule Hannover Stammzellen erhalten, um die Leukämie zu bekämpfen. Doch das Verfahren ist mit vielen Risiken behaftet; nach der Stammzelltransplantation können vermehrt Komplikationen auftreten, die unter Umständen bis zum Tod von Patienten führen. Besonders gefürchtet ist die so genannte "Graft-versus-Host-Erkrankung" (GvH), bei der Zellen aus dem Immunsystem des Spenders den Körper des Patienten angreifen.

Die von Diapat entwickelte Untersuchungsmethode macht es möglich, sämtliche Eiweiße im menschlichen Urin zu erfassen und bildlich darzustellen. Das so entstehende Muster gibt sehr detailliert Auskunft über den Gesundheitszustand eines Menschen. Die zehn Diapats im Wert von 9.000 Euro werden die Zeit nach der Transplantation für Dari sicherer machen: Eine mögliche GvH-Erkrankung lässt sich damit rechtzeitig diagnostizieren, Komplikationen können abgewendet werden.

Daris Urinproben werden vor der Stammzell-Transplantation und im Verlauf der Behandlung gemeinsam mit der Abteilung "Pädiatrische Hämatologie und Onkologie" der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover unter Leitung von Professor Karl Welte untersucht. Daten, die die Leistungsfähigkeit des Verfahrens untermauern, wurden beim Treffen der American Society of Hematology vergangenes Jahr bereits vorgestellt.

Die Entwicklung der Technologie zur Proteinerkennung machen das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Bioprofils "Funktionelle Genomanalyse", das Land Niedersachsen und das Engagement eines Privatinvestors möglich.

 

 

Erstellt 07/01/2004 von Redakteur
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